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22. 11. 2018

In Kalbe gibt es eine neue Hausarztpraxis. Es handelt sich um die Außenstelle einer allgemeinmedizinischen Praxis in Stendal.

 

Von

Cornelia Kaiser ›

 

Kalbe - „Die Arbeit als Allgemeinmediziner wird oft sehr düster gezeichnet. Ich aber finde, dass es eine schöne Aufgabe ist, bei der ich die Schwerpunkte selbst setzen kann“, sagt Charles Schupet. Der 40-Jährige betreibt seit kurzem eine Hausarztpraxis in Kalbe. Sie befindet sich im gleichen Gebäude wie die „Stadt-Apotheke“, ist jeden Mittwoch von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr geöffnet und wird als sogenannte Terminpraxis betrieben.

 

Das garantiert, dass sich der Mediziner ausreichend Zeit für seine Patienten nehmen kann. In Akutfällen ist natürlich trotzdem eine Versorgung gesichert, zumal Schupet seine Hauptpraxis in Stendal betreibt. Bei Bedarf können Patienten aus der hiesigen Region auch dort behandelt werden.

 

Ausbildung in Landarztpraxis

 

Ohnehin gab es, auch bedingt durch die Vorgängerpraxis in Stendal, schon vorher einen Patientenstamm, der weit über den Hauptstandort hinausreichte. Als Charles Schupet dann über die Schaffung einer Außenstelle nachdachte, lag Kalbe für ihn auf der Hand. „Der Ort liegt zentral. Und drumherum ist die Hausarztversorgung teilweise doch recht mangelhaft.“ Genau deshalb habe er sich für den hiesigen Standort entschieden.

 

Die erheblichen Fahrtstrecken, die sich auch mit den Hausbesuchen ergeben, die stören Charles Schupet nicht. Er ist sie gewöhnt. Schließlich hat er seine allgemeinmedizinische Ausbildung teilweise auch in einer Landarztpraxis im Altmarkkreis Salzwedel absolviert und hat dafür regelmäßig unzählige Kilometer zurückgelegt. Auch für seine Stendaler Praxis absolviert er Hausbesuche, die sogar weit in den Landkreis Havelland reichen, weil dort die allgemeinmedizinische Versorgung noch problematischer ist.

 

Mittlerweile habe die Politik das Problem aber klar erkannt und steuere durch verschiedene Maßnahmen gegen, sagt Charles Schupet. Für ihn, den Sohn eines Chirurgen, sei das vor einigen Jahren mit ein Grund dafür gewesen, sich für die Fachrichtung Allgemeinmedizin zu entscheiden. Bereut hat der Wahl-Altmärker diese Entscheidung bislang nicht.

 

Seine Frau Anita, die ebenfalls Allgemeinmedizinerin ist, stammt aus der hiesigen Region. Er selbst ist hingegen Aachener, sagt aber, dass er sich hier in der ländlichen Gegend sehr wohlfühle. Natürlich weiß er aber auch, dass viele Berufskollegen dies etwas anders sehen, weil sie die infrastrukturellen und sozialen Möglichkeiten, die eine größere Stadt bietet, vorziehen.

 

Zudem gibt es inzwischen die Tendenz, sich nicht mehr für eine Einzelpraxis zu entscheiden, was die Hausarztsituation auf dem Land noch verschärft. Stattdessen wollen viele Mediziner lieber als Angestellte arbeiten, weil dies vorteilhafter für die sogenannte Work-Life-Balance, also die Ausgewogenheit zwischen beruflichen Anforderungen und Privatleben, ist. „Der Trend geht ganz klar zu größeren Praxen“, hat auch Charles Schupet festgestellt, dessen Stendaler Praxis insgesamt vier Ärzte und zehn Schwestern (inklusive der Auszubildenden) zählt.

 

Die Tatsache, dass es dort Teamarbeit gibt und sich die Verantwortung teilen lässt, verschafft ihm die Möglichkeit, sich um die Außenstelle Kalbe und seine dortigen Patienten zu kümmern. Zudem kann für diese im Bedarfsfall die große apparative Ausstattung der Stendaler Praxis mitgenutzt werden. „Damit lassen sich langfristige Therapiepläne erstellen“, sagt Charles Schupet.

 

Der Familienvater lebt seit mittlerweile acht Jahren in der Altmark und betreibt seit 2015 die eigene Praxis – und er mag Land und Leute. Das ist ihm deutlich anzumerken.

 

Schlagwörter zum Thema: Medizin | Hausarzt | Kalbe